Schilddrüsenüberfunktion Symptome

Eine Überfunktion der Schilddrüse wird auch Hyperthyreose genannt.

Die Schilddrüse produziert Hormone, die viele Organe beeinflussen, insbesondere die Stoffwechselvorgänge des Körpers. Entsprechend vielfältig sind die

Schilddrüsenüberfunktion Symptome:

  • Nervosität, Aggressivität, Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen
  • erhöhter Puls, Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck, beengendes Gefühl in der Herzgegend
  • Erhöhte Körpertemperatur, Überempfindlichkeit gegen Wärme, Schwitzen

Diese Aufzählung ist keineswegs vollständig. Die Symptome können unterschiedlich stark sein und müssen auch nicht alle vorliegen. Sie können sowohl plötzlich auftreten als auch sich langsam steigern.

Eine Schilddrüsenüberfunktion muss übrigens nicht unbedingt mit einer Vergrößerung der Schilddrüse einhergehen. Es kann sein, muss aber nicht sein, dass sich ein Kropf (auch Struma genannt) bildet.

Eine Ursache einer Schilddrüsenüberfunktion kann die Autoimmunerkrankung Morbus Basedow sein, bei der die Augäpfel hervortreten.

Die Schilddrüsenüberfunktion ist also ein gutes Beispiel dafür, wie sich Körperliche Erkrankungen auch in psychischen Symptomen äußern können. Wenn Sie bei sich diese psychischen Symptome wegen einer Schilddrüsenüberfunktion beobachten, dann können wir lange erfolglos Psychotherapie betreiben, weil eigentlich eine körperliche Ursache zugrunde liegt. Deshalb sollten Sie in diesem Fall unbedingt als erstes mögliche körperliche Ursachen vom Arzt begutachten lassen, bevor Sie zu mir kommen.

Andererseits gehört die Schilddrüsenüberfunktion zu den „Klassischen Sieben der Psychosomatik“, d.h. körperliche Krankheiten, bei denen psychischen Einflussfaktoren eine Rolle spielen. Das heißt, wenn die ärztliche Versorgung sichergestellt ist, können wir durchaus gewinnbringend an diesen Faktoren arbeiten.

Im alltäglichen Sprachgebrauch wird „psychosomatisch“ übrigens oft falsch im Sinne von „psychisch verursacht“ (also keine körperliche Krankheit feststellbar) verwendet. Richtig ist, dass es sich dabei durchaus um körperliche Krankheiten handelt, aber eben solche, bei denen psychische Faktoren eine Rolle spielen.

Auch wenn solche Ideen vielfach kursieren, konnte die Forschung nicht bestätigen, dass bestimmte psychosomatische Erkrankungen mit ganz bestimmten Persönlichkeitseigenschaften oder ganz bestimmten psychischen Konflikten zusammenhängen. Ebenso klar ist aber auch die Tatsache, dass psychische Faktoren Schwere und Verlauf psychosomatischer Erkrankungen beeinflussen können.

Dieser Text dient nur zur Information und nicht zur (Selbst-)Diagnose oder Behandlung einer Krankheit.

Schilddrüsenüberfunktion Symptome