Buchbesprechung – Ilja Grzeskowitz: Impromptu Hypnose

Dies ist eines der Bücher, die sich u.a. mit Blitz- und Schnellinduktion von Hypnose befassen. Hier wird Hypnose nicht therapeutisch angewendet, sondern zur Demonstration typischer Show-Effekte genutzt, wie Katalepsie (z.B. Hände oder Füße „festkleben“ lassen), Amnesie (z.B. Namen oder Zahlen vergessen) oder Halluzinationen. Es geht darum, in praktisch jeder Situation, spontan, ohne Vorbereitung, in der Lage zu sein, auch mit Fremden solche Hypnose-Effekte zu demonstrieren. Das kann z.B. auf Partys passieren, auf der Straße oder auch in der Firma und natürlich auch in der Coaching- oder Therapie-Praxis.

Mit detaillierten Erläuterungen, wörtlicher Rede und einzelnen erhellenden Fotos, werden die „6 Schritte des Impromptu-Prozesses“ erläutert:

  1. Vorgespräch
  2. Konzentrationsübungen
  3. Induktion
  4. Vertiefung
  5. Demonstration hypnotischer Phänomene
  6. Ausleitung aus der Hypnose

Auch wenn ich in der therapeutischen Praxis eher nicht mit Blitzinduktionen arbeite, finde ich es trotzdem wichtig, sich mit diesem Thema auszukennen und am besten sogar ein bisschen Erfahrung damit zu haben. Denn zum einen ist das gängige Bild von Hypnose oft bestimmt durch die beeindruckenden Blitzinduktionen im Fernsehen oder in YouTube Videos. Auch für therapeutische Klienten ist es hilfreich, wenn man zumindest erklären kann, was da vor sich geht.
Auch wenn mal ausserhalb der Praxis das Gespräch auf Hypnose kommt, ist es viel eindrucksvoller, „mal eben schnell“ etwas demonstrieren zu können, anstatt nur darüber zu reden. Und es ist auch gut für die Selbstsicherheit des Hypnotiseurs, zu wissen, dass man in praktisch jeder Situation hypnotisieren kann und nicht nur in der ungestörten Umgebung, in der Praxis, nur im Zweiersetting.

Buchbesprechung – Ilja Grzeskowitz: Impromptu Hypnose
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