Soziale Phobie

oder einfach nur schüchtern?

Ein bisschen Unwohlsein kennt wohl jeder, wenn man z.B. in einer Gruppe, vielleicht unbekannter Menschen, plötzlich im Mittelpunkt steht; oder eine gewisse Aufregung, vor einer Gruppe von Menschen zu reden. Die Formulierungen deuten es schon an: Es gibt auf die Eingangsfrage keine klare Ja- oder Nein-Antwort, es geht eher um graduelle Unterschiede.
Krankheitswert bekommt es z.B. wenn heftige körperliche Reaktionen auftreten wie z.B. Schwitzen, Zittern, Herzrasen oder wenn ich mir buchstäblich „in die Hose mache“ vor Angst in solchen Situationen.
Krankheitswert bekommt es mit ausuferndem Vermeidungsverhalten: Wenn ich z.B. im Extremfall nicht mehr in der Lage bin, das Haus zu verlassen, weil da ja so eine Situation auf mich warten könnte. Das kann in die völlige Isolation führen. Aber auch schon geringere Ausprägungen können z.B. das berufliche Vorankommen behindern, selbst wenn sonst alle nötigen Fähigkeiten vorhanden sind.

Bei einer sozialen Phobie ist oft das Selbstwertgefühl am Boden und entsprechend groß die Angst, von anderen kritisiert zu werden. Vermeidungsverhalten ist dabei zwar absolut nachvollziehbar, ist aber keine Lösung, sondern führt nur tiefer in die Abwärtsspirale. Wo wir schonmal bei „keine Lösung“ sind: Soziale Phobie kann auch der Hintergrund von Missbrauch von Alkohol, Medikamenten oder Drogen sein.

Wer möchte, kann dafür im Internet einen Test machen – zumindest zeigen die Fragen dort noch einmal auf, worum es bei sozialer Phobie geht.

Und dabei kann Hypnose helfen?
Ja, auf mehrerlei Weise:
In Hypnose kann man eine Entspannungsreaktion lernen und verankern, um diese in entsprechenden Situationen im Alltag der Angst entgegenzusetzen.
Man kann nicht gleichzeitig entspannt und ängstlich sein. Im entspannten Zustand der Hypnose kann überhaupt mal imaginativ erfahren werden, wie es sich anfühlt, in solchen Situationen entspannt und ruhig zu bleiben.
Imaginatives Probehandeln wirkt wie ein Mentaltraining für die Situationen im Alltag.
So kann eine Aufwärtsspirale für das Selbstwertgefühl in Gang gesetzt werden.
Und nicht zuletzt kann man die Ursachen, die Erlebnisse, in denen anfänglich mal diese Angst oder dieses geringe Selbstwertgefühl gelernt wurden, ausfindig machen und auflösen.
Ich persönlich arbeite dabei inzwischen nicht mehr mit Regression to Cause sondern lieber schonender z.B. mit Ideomotorischen Fingersignalen und/oder nach Edwin Yager: Subliminal Therapy.

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