Hörsturz Symptome

Bei einem Hörsturz verschlechtert sich plötzlich (in Sekunden / Minuten / Stunden) das Hören, in den allermeisten Fällen nur auf einem Ohr.
Typischerweise wird ein Gefühl beschrieben, wie wenn Watte im Ohr wäre.
Manchmal sind nur bestimmte Frequenzbereiche betroffen.
Manchmal wird nicht (nur) leiser, sondern verzerrt gehört.
Der Grad der Beeinträchtigung kann von einem leichten Abfall der Hörfunktion bis zu völliger Taubheit reichen.
Manchmal kommen noch Gefühle von Schwindel oder Benommenheit dazu.
Es kann sein, dass sich ein Hörsturz im Vorfeld ankündigt, mit einem Druckgefühl oder mit Ohrgeräuschen (meistens im oberen Frequenzbereich).

Es wird vermutet, dass ein Hörsturz mit Schwankungen der Blutversorgung des Innenohrs zu tun hat. Insofern sind Risikofaktoren für Schlaganfall oder Herzinfarkt auch Risikofaktoren für einen Hörsturz. Dazu gehört auch vermehrter Stress, z.B. von Überforderung – durch sich selbst oder durch andere.

Und was hat das jetzt mit Psychotherapie zu tun?
In dem entsprechenden Kapitel in „Revenstorf, Peter: Hypnose in Psychotherapie, Psychosomatik und Medizin“ vom Böblinger HNO Arzt Rüdiger Steinriede findet man z.B. einen Trancetext zur Durchblutungssteigerung an einem Ohr (Durchblutung / Gefäße reagieren im allgemeinen gut auf hypnotisch suggestive Beeinflussung). Mit solchen Methoden konnte er zumindest einigen Patienten noch helfen, bei denen vorher medikamentöse Behandlung nicht angeschlagen hatte und in der ersten Woche auch keine Spontanremission (relativ häufig bei Hörsturz) eingetreten war.

Mit Senkung des Stresslevels, z.B. durch eine hypnotische Tiefenentspannung, kann schon präventiv etwas gegen das Auftreten eines Hörsturzes unternommen werden.

Mit psychotherapeutischen Methoden kann auch der Tendenz, sich zu überfordern oder überfordern zu lassen, entgegengewirkt werden und so der Stresslevel im Alltag verringert werden.
Es kann auch sein, dass der Körper mit Stress-Symptomen auf innerpsychische Konflikte reagiert, die psychotherapeutisch bearbeitet und aufgelöst werden können.

Auch wer mit dem Rauchen aufhört, z.B. mit der Hilfe von Hypnose, verringert sein Risiko für einen Hörsturz. Wenn ein Hörsturz schon eingetreten ist, sollte erst recht aufs Rauchen verzichtet werden!
Nach einem Hörsturz sind Ruhe und Erholung wichtig. Dazu kann eine hypnotische Tiefenentspannung beitragen.

Ein Hörsturz kann auch von viralen oder bakteriellen Infektionen ausgelöst werden, die dann entsprechend zu behandeln sind. Das kann nur ein Arzt beurteilen, der deswegen auch bei nur geringem Hörverlust unbedingt zuerst konsultiert werden sollte. Insofern dient dieser Artikel keinesfalls zur (Selbst-)Diagnose oder Behandlung. Psychotherapeutische Methoden sind nur präventiv oder begleitend zur ärztlichen Behandlung in Betracht zu ziehen.

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