Buchbesprechung – Carson, Marion: The Swish

Viele Bücher über NLP zählen eine Reihe verschiedener Vorgehensweisen (Muster, „Pattern“) auf, die dann mehr oder weniger kurz beschrieben werden.
Die Bücher aus der „NLP Mastery“ Reihe, zu denen das hier besprochene Buch gehört, sind da anders insofern, dass einer einzigen Vorgehensweise ein ganzes Buch gewidmet wird.
Dementsprechend wird diese eine Vorgehensweise so tiefgehend und ausführlich beschrieben, wie man es sonst kaum findet.

Hier geht es um den sogenannten „Swish“, mit dem ein Auslöser, der bisher zu unerwünschtem Verhalten geführt hat, neu verknüpft wird mit einem erwünschten positiven Bild, Gefühl und ggf. dem neuen Verhalten. Das kann z.B. gut zur Raucherentwöhnung genutzt werden, indem der Anblick der Zigarettenschachtel nicht mehr die bisher mehr oder weniger automatisch darauf folgenden Handlungen auslöst, sondern stattdessen mit dem Wunschbild des gesunden Nichtrauchers verknüpft wird.

Die einzelnen Schritte der Vorgehensweise werden zunächst kurz erläutert, mitsamt Beispiel.
Dann werden in den folgenden Kapiteln die einzelnen Schritte „auseinandergenommen“, indem jeweils detailliert verschiedene Möglichkeiten ausgeführt werden, diesen Schritt zu gestalten – verbal und nonverbal.

Schließlich werden noch verschiedene Varianten dieser Vorgehensweise besprochen, die sich jeweils für verschiedene Settings eignen: Coaching, privat oder im Business, Hypnose oder auch einfach im Gespräch mit einem Freund, ohne ein ausdrückliches Coaching- oder Therapie-Setting.

Wieso ist dieses Buch für Hypnotherapeuten interessant?

In einem ausführlichen Kapitel werden 3 Varianten beschrieben, wie der Swish in Trance, als Ergänzung oder als eigenständige Sitzung mit formaler Hypnose verwendet werden kann. Dabei werden auch Beispiele angeführt. Besonders interessant finde ich die dritte Variante, in der mit ausführlicher wörtlicher Rede zu einem Beispiel gezeigt wird, wie ein Swish komplett im Unterbewusstsein ausgeführt wird. Das heisst, es können tiefgreifende Veränderungen angestossen werden, auch wenn das Unterbewusstsein die Details vom Bewusstsein fernhält oder wenn der Klient wünscht, dass der Therapeut die Details nicht erfährt. Für die Durchführung des Musters werden nur ideomotorische Rückmeldungen vom Unterbewusstsein des Klienten genutzt.

Buchbesprechung – Carson, Marion: The Swish
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