Zwangsstörungen und Vorstellungskraft

https://www.spektrum.de/news/lebhafte-vorstellungskraft-verschlimmert-zwaenge/1558790

beschreibt eine (Pilot-)Studie mit Zwangserkrankten, bei der sich zeigte, dass die Zwangs-Symptome bei den Teilnehmern am schlimmsten sind, die die eindrücklichsten Wahrnehmungen allein aus ihrer Vorstellungskraft haben (z.B. Schmutz auf der Haut zu spüren).

Vorstellungskraft scheint also den Zwang zu schüren; jene „Katastrophenfilme“, die da in der Phantasie ablaufen.
Vorstellungskraft ist aber gleichzeitig eine grossartige Ressource in der Therapie!

„Dies könnte man bei der Behandlung der Betroffenen berücksichtigen, schlagen die Forscher vor. Die Patienten sollten zum Beispiel üben, in solchen Momenten besonders lebhafte, positive Gedankenbilder und Erinnerungen abzurufen.“

Das ist sicher leichter gesagt als getan. Aber Bilder sind die Sprache des Unterbewusstseins, mit dem wir in der Hypnose arbeiten. Auf dieser Ebene können wir die negativen Gedankenbilder aufspüren und im Unterbewusstsein durch positive, hilfreiche Bilder ersetzen. Diese wirken dann ganz automatisch, ohne dass man bewusst darüber nachdenken oder etwas üben müsste.

(Ich kann und darf keine Heilung versprechen, habe aber in Einzelfällen schon positive Erfahrungen mit Hypnose bei Zwangserkrankungen sammeln können.)

Zwangsstörungen und Vorstellungskraft
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