Wie Hypnose wirkt

Hypnose bedeutet, methodisch einen Trancezustand herbeizuführen. Trance ist ein natürlicher Bewusstseinszustand, den wir auch aus dem Alltag kennen, z.B. beim Autofahren, vertieftem Lesen, Tagträumen, usw. Trance ist nicht Schlaf und Sie sind auch nicht willenlos und ausgeliefert, selbst wenn es in Shows anders wirken mag. Sie nehmen weiterhin alles wahr, was um Sie herum passiert. Sie sind geistig hellwach und fokussiert auf Ihr inneres Erleben. Bei meinen Hypnose-Sitzungen sprechen Sie häufig in der Trance auch aktiv mit mir und werden nicht nur mit Hypnosetexten „berieselt“. Gerade solche Vorgehensweisen erfordern den persönlichen Kontakt und können nicht durch eine CD ersetzt werden.

Trancephänomene und Vorgehensweisen

Trancezustand

Der Trancezustand alleine bringt schon eine enorme Entspannung mit sich, die z.B. zur Erholung von Stress und Burnout beiträgt. Tiefe Trancezustände können sich z.B. bei chronischem Schmerz oder Tinnitus positiv auswirken. Gleichzeitig werden Immunfunktionen positiv beeinflusst.

Suggestibilität

In Trance öffnet sich das Unterbewusstsein für positive Suggestionen des Therapeuten. Viele Symptome lassen sich durchaus suggestiv positiv beeinflussen. Insbesondere posthypnotische Suggestionen helfen, erwünschte Verhaltensänderungen nach der Hypnosesitzung, im Alltag, umzusetzen.

Vorstellungskraft

In Trance ist die Vorstellungskraft erhöht. Zum einen kann mit inneren Bildern und Vorstellungen gearbeitet werden, die aus dem Unterbewusstsein aufsteigen. Zum anderen können in Trance mit entsprechenden Vorstellungsbildern sogar psychosomatische Vorgänge beeinflusst werden. Wenn in bestimmten Situationen bisher automatisch negative innere Vorstellungen aktiviert wurden, können diese in Trance durch hilfreiche Vorstellungen überschrieben werden. In der Teilearbeit, z.B. nach Dr. Edwin Yager, kann mit unbewussten inneren Anteilen gearbeitet werden, die in Zusammenhang mit unerwünschten Symptomen stehen.

Altersregression (ursachenorientiert, analytisch)

Man kann sich vom Unterbewusstsein zur Ursache eines Problems in der Vergangenheit führen lassen. In Trance übersteigt die Fähigkeit, solche Schlüsselerlebnisse wiederzuerleben oft deutlich das, was normalerweise bewusst erinnert werden kann. Auf dieser Grundlage kann das Problem dort aufgelöst werden, wo es entstanden ist. Dabei kann es auch passieren, dass eine solche Rückführung in eine Vergangenheit führt, die als früheres Leben erlebt wird. Ein weiteres interessantes Format in dieser Hinsicht ist die Rückführung in das Leben zwischen den Leben nach Michael Newton.
Ich bin inzwischen allerdings der Ansicht, dass ein solches Wiedererleben von möglicherweise traumatischen Erlebnissen nicht wirklich erforderlich ist. Ich arbeite daher meistens eher mit Ideomotorik (s.u.), was weniger belastend ist und genauso nachhaltig wirken kann.

Altersprogression und Probehandeln

In Trance kann man detailliert in der Vorstellung erleben, wie sich eine Veränderung im Alltag zeigen und auswirken wird. Dies kann zum einen die Motivation zu Veränderungen erheblich steigern und wirkt wie ein Mentaltraining für neue Verhaltensweisen im Alltag. Ebenso lässt sich prüfen, ob eine angestrebte Veränderung wirklich alltagstauglich ist, oder mit welchen „Nebenwirkungen“ evtl. zu rechnen ist, die man bisher vielleicht nicht bedacht hat.

Ideomotorik

Über vom Unterbewusstsein gesteuerte (ideomotorische) Bewegungen, z.B. der Finger, kann mit dem Unterbewusstsein unter Umgehung des Bewusstseins und der Sprache kommuniziert werden.
Entsprechende Vorgehensweisen wurden von David Cheek entwickelt und z.B. von dessen Schülerin Agnes Kaiser Rekkas weiterentwickelt. Auf diese Weise ist auch Zugang zu vorsprachlichen oder psychosomatischen Ebenen des Unterbewusstseins möglich. Außerdem können so auch Themen behandelt werden, deren Einzelheiten man niemandem, selbst dem Therapeuten nicht, schildern möchte.

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