Misophonie

Misophonie?

Ich gehe mal davon aus, dass Sie hier nicht zum ersten Mal auf diesen Begriff stoßen. Daher möchte ich nicht Beschreibungen wiederholen, die man inzwischen glücklicherweise im Internet finden kann; zum Beispiel auch im Ärzteblatt.
Vielleicht sind Sie irgendwann im Internet auf den Begriff gestossen und haben damit herausgefunden (welche Erleichterung!), dass dieses Problem einen Namen hat und dass Sie mit dieser merkwürdigen Macke, die in Ihrem Umfeld keiner so recht versteht, keineswegs so alleine sind, wie Sie vielleicht dachten. … Und vielleicht überhaupt erst mal begriffen, dass es Ihr persönliches Problem ist und nicht die ganzen bösen Menschen da draussen, die so schlimme Geräusche machen.
Vielleicht haben Sie auch schon verschiedene Tipps umgesetzt, um sich vor den Triggern zu schützen – und das ist gut und richtig so! Ängste und Phobien kann man auflösen, indem man sich mit Ihnen konfrontiert; aber misophonische Trigger werden eher schlimmer, wenn man versucht, sich an diese zu gewöhnen.
Vielleicht suchen Sie nach einem Weg, die misophonischen Trigger selbst zu entschärfen …

Aber Misophonie ist doch unheilbar!

… und deshalb ist jeder, der eine Behandung anbietet, ein Abzocker, der die Verzweiflung der Betroffenen schamlos ausnutzt.
Diese Haltung ist mir schon verschiedentlich im Internet begegnet.
Ja, Misophonie selbst ist noch wenig erforscht, und noch weniger gibt es dementsprechend eine mit wissenschaftlicher Evidenz untermauerte Behandlung.
Und dennoch sind mir in der Praxis schon Menschen begegnet, denen Hypnose geholfen hat, dieses Problem zumindest deutlich zu reduzieren.
Natürlich kann und darf ich keine wundersame Heilung versprechen. Gerade bei Misophonie kann das, was bei einem geholfen hat, beim nächsten gar nicht anschlagen.
Daher kann ich nicht wissen, wie gut das, was bei anderen funktioniert hat, auch bei Ihnen funktioniert.
Aber einen Versuch könnte es wert sein, meinen Sie nicht?

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